Für Asthmapatienten ist riskant, was beim Gesunden zum normalen Leben gehört: körperliche Anstrengung, Kälte oder der Kontakt zu Allergenen wie Pollen und Tierhaaren. Doch Panik ist dennoch unangebracht: Denn das Einnehmen der entsprechenden Medikamente und die richtige Verhalten lassen trotz Risiko-Exposition die meisten Anfälle erst gar nicht auftreten.

Kommt es dennoch zum "Fall des Falles", sind Erste-Hilfe-Maßnahmen gefragt. Sie unterscheiden sich dabei nur unwesentlich von den allgemeinen Maßnahmen bei Atemnot.

Notärzte empfehlen folgende Regeln:

  • Bringen Sie den Patienten in eine ruhige Umgebung und beruhigen Sie ihn. Schützen Sie ihn vor Anstrengung und Stress.
  • Öffnen Sie beengende Kleidung.
  • Lassen Sie den Patienten sitzen, so dass er die Atemmuskulatur hilfreich einsetzen kann.
  • Sorgen Sie für frische Luft (öffnen Sie das Fenster). Beachten Sie, dass der Betroffene dabei nicht zusätzlichen Allergenen ausgesetzt wird.
  • Es ist nicht sinnvoll, dem Asthmatiker während des Anfalls akut Medikamente zu verabreichen. Das bringt nur selten Besserung, da er sich im Vorfeld des Anfall in der Regel bereits "vollgepumpt" hat.
  • Rufen Sie den Notarzt!

Wenn Sie in Ihrer Umgebung (Familie, Arbeitskollegen) einen Asthmatiker haben, informieren Sie sich in einem Gespräch mit dem Betroffenen selbst über die Erkrankung und die Therapie, um im Notfall die richtige Erste Hilfe leisten zu können.